Wie erfüllt die Verpackung die Anforderungen der Generationen Y und Z?

Wie erfüllt die Verpackung die Anforderungen der Generationen Y und Z?

Junge Menschen sind mit einer Popkultur rund um Reklame, Fastfood und Fashion aufgewachsen. Ihr Verhältnis zum Konsum ähnelt beinahe einer Sucht, oder zumindest einem starken Besitzverlangen. Konsum geht heute einfacher, schneller, nahtloser. In den sozialen Netzwerken teilen junge Menschen ihre neuesten Errungenschaften in der Hoffnung, noch mehr Likes und Follower zu bekommen. Doch die Generation Y und Z will mehr als nur eine simple Transaktion. Der Kaufprozess muss durch eine neue Erfahrung, durch Neugier und Innovation angetrieben werden. Junge Leute mögen es, zu überraschen und überrascht zu werden: Was gehypt wird, wird gekauft!

Junge, dynamische Menschen auf der Suche nach Innovationen!

Die Generation Y bezeichnet all jene, die im Zeitraum 1980 bis 2000 geboren wurden. Nachhaltig inspiriert von der Netzkultur und neuen Technologien, wuchs sie mit dem Aufkommen des Computers, dem Einzug des Fernsehens in alle Haushalte und dem durchschlagenden Erfolg von Videospielen auf. Auf der Verbraucherseite lassen sich Marken von diesen digitalen Phänomenen inspirieren und bieten Produkte an, die von ihren Lieblingssendungen oder Zeichentrickfiguren abgeleitet sind. Die Marketingstrategie funktioniert perfekt: Kleine Kinder und/oder Teenager verlangen ein Produkt nicht um seiner selbst willen, sondern für das, was es verkörpert.

Diese bestens vernetzte Generation erlebte den Siegeszug des Internets und der Mobiltelefone. Sie ist daher besonders geschickt im Umgang mit digitalen Objekten. Im digitalen Kosmos sucht, findet, erschafft und teilt sie Inhalte. Die Welt des (übermäßigen) Konsums ist ein integraler Bestandteil ihres Lebens.

Doch was diesen Generationen besonders wichtig ist: stimuliert zu werden. Ja, den Generationen Y und Z dürstet es ohne Ende nach Neuheiten, Challenges, Dynamiken. Aus diesem Grund ist ihr Verhältnis zum Konsum nicht das von Käufer und gekauftem Produkt. Ganz im Gegenteil, der Konsument wird in Bezug auf das Produkt sowohl zum Zuschauer als auch zum Handelnden: Er möchte überrascht werden und ist zugleich mit Vergnügen an der Entstehung der Überraschung beteiligt.

Die Generation Z, Nachfolger der Generation Y, ist noch stärker von der Digitalkultur geprägt. Das eigene Image und wie es auf Social Media widergespiegelt wird, spielt eine grundlegende Rolle. Man kauft, was man ist, und ist, was man kauft. Millenials legen großen Wert auf die Meinung von „Influencern“ und wollen sich informieren, bevor sie konsumieren. Die Rolle dieser digitalen Promoter hat einen erheblichen Einfluss auf die Beziehung des jungen Erwachsenen oder Teenagers zum Produkt: Ein Lob reicht aus, um den Verkauf anzukurbeln, negative Propaganda könnte die Marke gefährden …

Daher ist es wichtig, gezielt auf die Erwartungen dieser jungen Generationen einzugehen. Was genau wollen sie konsumieren?

Umweltverantwortung und Interaktion: Schüssel zu einer gelungenen Vermarktungsstrategie!

Um die Erwartungen dieses Kundentyps zu befriedigen, gilt es, bestimmte Anforderungen zu erfüllen. Die Generationen Y und Z interessieren sich mehr für ökologischen Landbau, Umweltschutz, den allmählichen Verzicht auf Plastik oder seine vollständige Wiederverwertbarkeit. Hinzu kommt der Wunsch, Produkte zu erwerben, die sie optisch ansprechen und die potenziell auch anderen gefallen könnten. Die soziale Isolation, die unter anderem durch das Internet entstanden ist, bringt neue Bedürfnisse hervor: einen Bezug zum Produkt zu haben und mit ihm interagieren zu können.

Ethische und umweltverträgliche Marken!

Diese Art von Konsumenten ist auch dazu bereit, einen höheren Preis für ethische und verantwortungsvollere Produkte zu zahlen. Es wird geschätzt, dass 58 % der Festlandchinesen bereit sind, mehr für Marken auszugeben, die in eine ethischere Produktion investieren. Recycling ist dabei auch ein sehr wichtiges Element: Junge Menschen sorgen sich um die Umwelt und versuchen, sich am Erhalt ihres Planeten zu beteiligen. Für sich selbst, aber auch für zukünftige Generationen.

Interaktion!

Und schließlich wollen junge Konsumenten sich von einem Produkt verführen lassen. Zu diesem Zweck entwickeln große Marken äußerst wirksame Interaktionssysteme: die Marke „The Last Wine Company“ hat beispielsweise einen Wein mit Bezug auf das Universum der Erfolgsserie „The Walking Dead“ kreiert. Die Kunden können die Flaschen mit dem Smartphone scannen, um eine einzigartige „Augmented-Reality-Animation“ zu sehen.

Diese jungen Generationen zu begeistern ist nicht leicht: Man muss konstant einen Schritt weiter gehen. Denn so sehr, wie junge Menschen Neuheiten mögen, so schnell werden sie ihrer auch wieder überdrüssig. Das Rennen, um das nächste Überraschungsmoment, wird dann für die Marken zu einem atemlosen Marathon …

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Wie lassen sich mithilfe der Verpackung Impulskäufe anregen?

Kaufen Sie im Laden immer nur das, was sie geplant haben zu kaufen? Wenn das so wäre, würden viele Produkte in den Geschäften liegen bleiben! In Wahrheit finden die sogenannten Impuls- oder Spontankäufe viel häufiger statt als gedacht. Obwohl viele Menschen glauben, dass sie nicht durch Marketing beeinflusst werden können, stellen Impulskäufe einen wichtigen Teil des Konsums dar, vor allem wenn man an die Anzahl der Kunden denkt, die sie täglich tätigen. So ist es heute undenkbar, „einfach“ das Produkt zu verkaufen, das der Kunde kaufen wollte: Stattdessen muss das Produkt hervorstechen, den Betrachter verführen, um ein Bedürfnis zu schaffen, wo ursprünglich keines war. Wie können wir diese Art von Verhalten mithilfe der Verpackung fördern? Antworten finden Sie in diesem Artikel!

1. Was ist ein Impulskauf?

 

Ein Impulskauf ist ein vom Kunden nicht vorgesehener Kauf.

Impulskäufe sind per Definition das Gegenteil von „durchdachten Käufen“. Letztere sind solche, die von den Kunden vor Betreten des Ladens geplant wurden und ein bestimmtes Bedürfnis erfüllen, dessen der Kunde sich bewusst ist. Im Fall Impulskauf wählt der Kunde nicht unbedingt das genaue Produkt im Voraus aus. Die Entscheidung für einen Impulskauf hingegen erfolgt spontan und wurde nicht im Vorfeld geplant. Sie folgt einem bestimmten Auslöser, der oft das Produkt selbst oder einfach ein Aspekt des Kontextes ist, in dem der Kauf getätigt wird.

Marketing- und Psychologiestudien zeigen seit Jahrzehnten, dass es viele Aspekte gibt, die Impulskäufe in einer Verkaufssituation fördern. Ob es das Verhalten eines Verkäufers, eine Rabattaktion, der Status des Produktes, seine Vermarktung, die Atmosphäre oder sogar die Gerüche des Verkaufsortes oder seine Beleuchtung sind: Es gibt reichlich Wege, um ein starkes Verlangen beim Kunden auszulösen. Welchen genauen Einfluss haben in diesem Zusammenhang die Verpackungseigenschaften auf Impulskäufe?

2. Bevor Sie verführen können, müssen Sie auf sich aufmerksam machen!

 

Grenzen Sie sich ab, indem sie einen visuellen Bruch mit den Verpackungen der Konkurrenz erschaffen.

Die erste Regel einer attraktiven Verpackung ist, gesehen zu werden, aber vor allem, im Verhältnis zu anderen Produkten im Regal wahrgenommen zu werden. In einer Zeit, in der die Kunden für jede Art von Produkt eine große Auswahl haben, muss man sich von der Masse abheben können. Für diesen Zweck gilt die Devise: Erzeugen Sie einen visuellen Bruch. Die Verpackung muss sich von den anderen abheben, sie muss anders sein. Aber übertreiben Sie es nicht. Man gerät leicht in die Falle, zu „originell“ sein zu wollen und entwirft eine Verpackung, die im völligen Gegensatz zu der Aussage des verkauften Produkts steht. Ein guter Ansatz könnte sein, ein Merkmal zu übertreiben, das üblicherweise bei Verpackungen des jeweiligen Produkttyps zum Einsatz kommt. Wenn das Produkt beispielsweise eine Packung Chili-Chips ist, warum dann nicht die Tüte komplett rot färben, anstatt nur einige Stellen der Verpackung?

 

 

3. Ein wirksames Instrument zur Impulskaufförderung: Emotionen!

 

Emotionen lösen Impulsentscheidungen aus und schwächen rationale Kaufaspekte.

Um einen Impulskauf anzuregen, müssen Sie vor allem eine Emotion auslösen. Impulskäufe werden nicht umsonst auch als „Affektkäufe“ bezeichnet. Die Verpackung muss also darauf abzielen, beim Kunden, der das Produkt ansieht, eine Emotion zu erzeugen. Das Ganze funktioniert im Allgemeinen dann am besten, wenn die Emotion positiv ist, da unser Gehirn von Natur aus von positiven Reizen, die es in der Umgebung wahrnimmt, angezogen wird. Die klassischsten Beispiele sind Verpackungen, die auf Humor oder Glücksgefühle setzen: eine originelle oder spielerische Form, eine leuchtende oder mit Wohlbefinden assoziierte Farbe, eine humorvolle Botschaft oder ein Slogan usw. Es ist jedoch durchaus möglich, emotionale Hebel mit einer neutraleren Wertigkeit, wie z. B. Überraschung, einzusetzen, um einen Blickfang zu schaffen. In der Tat neigen wir auch dazu, länger auf Elemente in unserer visuellen Umgebung zu schauen, die uns überraschen.

4. Bringen Sie das zugrunde liegende Konzept des Produkts durch die Verpackung zum Ausdruck!

 

Die Anpassung des Designs an das Verkaufsargument des Produkts stellt sicher, dass die Verpackung effektiv ist.

Dies ist vielleicht der wichtigste Punkt, den man sich merken sollte: Auch wenn es das Ziel einer Verpackung ist, Emotionen zu erzeugen, muss sie in erster Linie in der Lage sein, das Hauptverkaufsargument des Produkts widerzuspiegeln. Es ist schwierig, allgemeine Regeln für die Förderung von Impulskäufen aufzustellen, da alles vom Produkt und den Vorstellungen abhängt, die es für gewöhnlich beim Verbraucher hervorruft. Bevor wir also versuchen, Emotionen zu wecken, müssen wir verstehen, welche Vorstellungen und Assoziationen das Produkt hervorruft. Bei einer Packung Pfefferminzbonbons zum Beispiel ist das zugrundeliegende Konzept die Frische, die durch die Minze im Mund entsteht. Es ist diese Frische, die beim Verzehr des Produktes positive Gefühle im Kunden hervorruft. Daher muss die Verpackung die Vorstellung von Frische widerspiegeln, durch weiße Farbe, Meeres- oder Polarbilder oder eine seidige Textur. Wenn die Verpackung gut durchdacht ist, wird das Konzept beim Kunden implizit hervorgerufen, wenn er sie sieht, wird er folglich die gewünschte Emotion spüren.

Die Verpackung ist zweifelsohne ein wichtiges Instrument für Impulskäufe. Es gibt zwei Regeln, die Sie sich merken sollten: Versuchen Sie, über die Verpackung eine positive Emotion hervorzurufen und passen Sie ihr Design so gut wie möglich an die kollektive Wahrnehmung an, die mit diesem Produkt verbunden ist. Ohne diese zweite Regel laufen Sie Gefahr, Ihr Ziel zu verfehlen und eine völlig unpassende Verpackung zu entwerfen, die beim Verbraucher nicht gut ankommt! 

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Wie steigt man von manuellen auf (halb-) automatische Verpackungstechniken um?

Herstellungs- und Verpackungstechniken entwickeln sich fortlaufend weiter. Der menschliche Arbeitsaufwand wird zugunsten einer schnelleren und wirtschaftlicheren Automatisierung von Aufgaben immer weiter reduziert. Der Übergang vom manuellen zum automatischen oder halbautomatischen Verpackungssystem kann jedoch knifflig sein. Der gesamte Fertigungsprozess muss überprüft, Aufgaben müssen neu verteilt und der gesamte Betrieb muss neugedacht werden. 

Welche Vorteile bringt die Automatisierung? 

Bevor man von der manuellen auf die (halb-) automatische Verpackung umsteigt, sollte man sich einige wichtige Fragen stellen. Ist das für mein Unternehmen rentabel? Wie groß muss meine Produktion werden, damit ich diesen Wechsel in Betracht ziehen kann? Natürlich sollte man sich diese Fragen stellen, bevor man in eine neue Ausrüstung investiert. Die Automatisierung bietet kleinen, mittleren und großen Unternehmen verschiedene Vorteile: 

  • Wirtschaftlicher Nutzen: Dieser Übergang führt unbestreitbar zu einer echten Einsparung an Arbeitskraft. Dadurch wird die Produktivität erhöht und der wirtschaftliche Gewinn vergrößert. 
  • Ergonomischer Nutzen: Für die Mitarbeiter wird auch die Arbeitsbelastung verringert. Sich wiederholende und anstrengende Aufgaben werden nun Maschinen anvertraut, die große Mengen produzieren können, ohne zu ermüden. 
  • Qualitativer Nutzen: Die Produktion ist rentabler, weniger ermüdend für die Mitarbeiter und definitiv qualitativer. Das Produkt kann leicht zurückverfolgt werden, die Hygiene wird gewährleistet und die Verpackung wird millimetergenau angepasst. 

Die Automatisierung ist also in vielerlei Hinsicht vorteilhaft für ein Unternehmen, trotz der mitunter hohen Anschaffungskosten. Für die Mehrheit der Unternehmen bleibt es jedoch eine strategische und profitable Wahl. Bleibt nur noch die Frage, wie der Automatisierungsprozess umgesetzt wird … 

Wie läuft der Automatisierungsprozess ab? 

Um einen erfolgreichen Automatisierungsprozess umzusetzen, müssen mehrere Elemente berücksichtigt werden. Zunächst ist es notwendig, sich das zu verpackende Produkt genau anzuschauen: Je nachdem, ob es flüssig, fest, kalt oder heiß ist, muss das passende Verpackungsverfahren gefunden und gewählt werden. So wird beispielsweise ein tiefgekühltes Lebensmittel einer besonderen Verarbeitung unterzogen: Die Verpackung muss bei niedriger Temperatur versiegelt werden, damit sich die Schweißschienen nicht erwärmen und das betreffende Produkt auftaut. 

Als nächstes müssen die Produktions- und Verpackungsgeschwindigkeit, sowie das Volumen der Verpackung festgelegt werden. So können Sie die Produktionsrate kontrollieren und haben eine Vorstellung von der Menge der Produkte, die Sie täglich, wöchentlich, halbjährlich usw. verpacken können. 

Die Art der Dosierung ist ebenfalls ein entscheidendes Element: Soll es nach Gewicht, nach Anzahl, nach Volumen gehen? Dies hängt ganz von dem zu verpackenden Produkt ab. Im Falle eines Pulvers muss man sich zwischen der volumetrischen oder der Gewichtsmethode entscheiden: Die erste ist schneller, die zweite (die in zwei Stufen erfolgt) ist genauer.  

Schließlich gilt es noch, die Investitionskapazitäten Ihres Unternehmens und die technischen Fähigkeiten Ihrer Teams zu bestimmen. Besitzen sie das nötige Wissen zur Wartung der automatischen oder halbautomatischen Verpackungsmaschinen? Wenn nicht, ist eine sorgfältige Schulung erforderlich, damit Ihnen sowohl hochwertige Geräte als auch qualifizierte Teams zur Verfügung stehen. 

Die Entscheidung, welche Verpackungsmaterialien verwendet werden sollen, muss letztendlich entsprechend der verfügbaren technischen Ausstattung getroffen werden. Jeder Verpackungsprozess muss perfekt auf das bearbeitete Material abgestimmt sein, um dessen Qualität zu erhöhen. 

Was ist besser: halbautomatische oder automatische Verpackungstechnik?

Wenn Sie mit dem Übergang zur vollautomatischen Verpackung noch zögern, können Sie sich für die halbautomatische Variante entscheiden. Diese erfordert im Gegensatz zur vollständig automatischen Verpackung ein manuelles Befüllen. 

Auch hier müssen Kriterien für die Auswahl definiert werden. Der Bedarf nach einer automatischen oder halbautomatischen Verpackungsmaschine wird durch Ihre Bedürfnisse, die angestrebte Produktionsmenge oder auch die Zerbrechlichkeit des verpackten Produkts bestimmt. Deshalb raten wir Ihnen, das Angebot an Maschinen auf dem Markt genau unter die Lupe zu nehmen und alle Ihre Kriterien im Vorfeld zu definieren. Zusammengefasst sollten Sie also Spezifikationen erstellen und verschiedene Experten konsultieren, die Sie bei Ihrem Kaufprozess unterstützen. 

Diese Investition muss aus allen Blickwinkeln betrachtet und analysiert werden. Die Umstellung auf ein automatisches oder halbautomatisches Verpackungssystem wird Ihren Produktionsablauf auf den Kopf stellen, daher ist es wichtig, diesen Übergang so optimal wie möglich zu gestalten … für Sie, Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter.

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Wie kann die richtige Verpackung das Produktversprechen unterstützen?

Wie kann die richtige Verpackung das Produktversprechen unterstützen?

Produktverpackungen sollen in erster Linie funktional sein. Sie schützen das Produkt während des Transports und der Handhabung und informieren den Verbraucher über den Inhalt. Die Verpackung erfüllt aber auch eine Marketingfunktion. Sie ist sogar aktiv daran beteiligt, das Produktversprechen hervorzuheben und zur Geltung zu bringen. Von dezenten Hinweisen bis hin zu einfallsreichen Konzepten gibt es viele Möglichkeiten, diesen Aspekt bei der Verpackungsgestaltung zu berücksichtigen. Wie können wir die Verpackung zu einem echten Vermittler des Produktversprechens machen?

 

Über die Verpackung eine starke Identität schaffen!

Je stärker die Produktidentität, desto mehr unterstreicht die Verpackung den einzigartigen und speziellen Charakter des Produkts.

Einige Produkte sind ganz besonders im kollektiven Bewusstsein verhaftet und mitunter schon nahezu legendär. Beispiele dafür: Coca-Cola-Flasche, Nutellaglas, … .

Der gemeinsame Nenner all dieser Produkte? Ihre Verpackungen sind unter tausend anderen sofort wiedererkennbar. Sie springen den Verbrauchern beim Einkaufen ins Auge und wecken Interesse. In einem Verkaufskontext, in dem Käufe meist spontan erfolgen (und dieser Trend nimmt laut einer POPAI-Käuferstudie, der „Shopper Engagement Study“ von 2012, über die Jahre zu) ist dieser Aspekt also ein echter Vorteil für die Steigerung des Umsatzes. Dieses Phänomen spiegelt sich auch bei der Aussprache des Markennamens wider: Die mentale Repräsentation des Produkts kommt sofort in den Sinn. Alle diese Produkte haben ihre eigene Identität, die sie von anderen Produkten abhebt. Wenn wir die Coca-Cola-Flasche als Beispiel nehmen, ist die rote Farbe ein starkes Merkmal der Marke, da sie sehr untypisch für den Getränkesektor ist. Originalität ist jedoch nicht das einzige Kriterium, um über das Produkt eine starke Identität zu schaffen. Ein weiteres ist die Wiederkehr und Beständigkeit der Identitätselemente. Wenn wir unser Beispiel erneut aufgreifen, stellen wir fest, dass sich das Flaschendesign in den letzten Jahrzehnten kaum verändert hat! Die Langlebigkeit des Verpackungsdesigns spielt also auch bei dieser Strategie eine Rolle.

 

Einen Zusammenhang zwischen Produktversprechen und Verpackung herstellen!

Die Verpackung ist eine Art non-verbale Sprache: Sie vermittelt das Produktversprechen ohne Einsatz von Wörtern.

Der zweite Faktor in der Marketingwirkung von Verpackungen ist ihre Übereinstimmung mit dem Produktversprechen. Grundsätzlich soll die Verpackung das Produkt so gut wie möglich schützen, insbesondere durch die Einhaltung bestimmter Gesundheits- und/oder Sicherheitsstandards, wenn diese vorgeschrieben werden. Daneben wird die Verpackung dazu genutzt, das Produkt zur Schau zu stellen, aber nicht immer wird auch das Produktversprechen hervorgehoben, das etwas anderes ist.

Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, von ganz simplen bis hin zuäußerst originellen. So spielt unter anderem die Farbe typischerweise eine wichtige Rolle, um das Produktversprechen zu untermauern. Als bestes Beispiel dienen Wasserflaschen: Alle haben eine blaue, grüne und/oder durchsichtige Farbe und erinnern so an die zwei grundlegenden Produktversprechen von Wasser – seine erfrischende Wirkung und seine „Reinheit“. Ein Experiment des Marketingpsychologen Nicolas Guéguen hat zudem belegt, dass Getränke aus grünen oder blauen Gläsern als erfrischender wahrgenommen werden, was den Einfluss der Verpackung auf die Bewertung eines Produkts verdeutlicht.

 

Produktwirksamkeit durch die Verpackung demonstrieren!

Mit der richtigen Herangehensweise kann eine Verpackung das Produktversprechen auf wirkungsvolle Weise verdeutlichen.

Andere Marken gehen noch viel weiter und beweisen mithilfe der Verpackung die Wirksamkeit ihrer Produkte. Ein Beispiel dafür liefert Nike mit dem im Jahr 2014 vorgestellten Schuhmodell „Nike Free 5.0“. Das Produkt will vor allem durch seine ultraflexible Sohle überzeugen, die sich so weit wie möglich an die Schritte der Sportler anpasst. Also hat die Marke nicht gezögert, ihre Schuhe in zu kleinen Kartons zu verpacken! Die Schuhe waren daher nach dem Öffnen verbogen, aber nahmen trotz langer Lagerung in ihrer engen Verpackung ihre ursprüngliche Form wieder an. Ob bei der Anprobe im Geschäft oder beim Auspacken zu Hause, diese Vorführung begeistert sofort. Und als nicht zu vernachlässigenden Bonus hat die Marke damit auch einen umweltrelevanten Anreiz geschaffen: Durch die Verkleinerung der Schuhschachteln konnte nämlich eine erhebliche Menge an Pappe im Herstellungsprozess eingespart werden.

Über die Verpackung kann das Produktversprechen auf vielfältige Weise gefördert werden, ob nun explizit oder implizit für den Verbraucher. Verschiedene empirische Studien aus dem Forschungsbereich der Marketingpsychologie scheinen das zu bestätigen: Verbesserungen am Verpackungsdesign, die zu einer stärkeren Vermittlung des Produktversprechens beitragen, haben reale Auswirkungen auf das Kaufverhalten. Die Verpackung sollte im Sinne eines ethischen Marketings jedoch immer das Versprechen widerspiegeln, das das Produkt auch halten kann.

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Welche Verpackung ist am besten geeignet, um die Ausbreitung von Gerüchen zu vermeiden?

Welche Verpackung ist am besten geeignet, um die Ausbreitung von Gerüchen zu vermeiden?

Auch wenn der Geruch eines Produkts mitunter Wohlgefallen hervorrufen kann (Blumen, Parfums, Schokolade usw.), so gibt es doch auch Produkte, deren Geruch einigen Menschen missfallen könnte. In einem Schrank oder einem Kühlschrank kann die gemeinsame Aufbewahrung von Produkten zu einem Mix an Gerüchen oder sogar zur Kontamination eines Lebensmittels durch den Geruch eines anderen Lebensmittels führen. So ist die Wahl einer geeigneten Verpackung mit guten Barriereeigenschaften wichtig, um dafür zu sorgen, dass der Geruch bei seinem entsprechenden Lebensmittel bleibt und nicht in die Luft ausströmt oder sogar auf benachbarte Produkte abfärbt.

 

Auswahl des geeigneten Verpackungsmaterials!

Wie schützt man sich vor der sensorischen Belastung eines geruchsintensiven Lebensmittels wie Käse, Fisch, Tiernahrung oder Gewürze?

Unter den für die Primärverpackung verwendeten Kunststofffolien gibt es eine große Vielfalt an Materialien, die einschichtig oder als koextrudierte oder kaschierte Verbundfolien verwendet werden. Jedes Material hat seine ganz eigenen Eigenschaften was die mechanische Festigkeit, die Dichtigkeit gegenüber Gasen oder Wasserdampf, die Schweißbarkeit oder die Hitze- und Kältebeständigkeit betrifft.

In Bezug auf die Riechstoffe ist die gesuchte Eigenschaft die Gasbarriere, welche die für die Ausbreitung von Gerüchen verantwortlichen flüchtigen Verbindungen trägt.

 

Welche Folie für welche Barriereeigenschaften?

Die wirksamste Barriere kommt durch Aluminiumfolie zustande. Gängige Beispiele dafür sind Verbundfolien aus PET/Alu/PE oder Papier/Alu/PE. Sie konservieren die Aromen und garantieren eine ausgezeichnete Barriere gegen Sauerstoff, Feuchtigkeit und UV-Strahlen.

Danach kommen die metallisierten Folien (metallisiertes PET/PE…) und die PE/EVOH/PE-Folien, die gute Gasbarriereeigenschaften besitzen und sogar das luftdichte Verpacken ermöglichen.

Eine Kunststofffolie aus PET/PE ist weniger leistungsfähig, bildet aber dennoch eine wirksame Barriere gegenüber Sauerstoff und Feuchtigkeit bei weniger anspruchsvollen Anwendungen.

Abschließend verfügen die Monofolien aus PE oder PP über eine zufriedenstellende Wasserdampfbarriere, aber eine geringe Sauerstoffbarriere.

Die aus Verbundfolien hergestellten Beutel sind nach aktuellem Stand der Technik leider nur sehr schwierig zu recyceln. Es gibt bereits vielversprechende Forschungen mit chemischen Verfahren, die das Material auflösen sollen, aber diese Techniken sind noch nicht für die industrielle Anwendung geeignet.

Der Fokus liegt vorwiegend auf Folien, die aus nur einem Material hergestellt werden, oder auf Verbundfolien, die durch die Verbindung mehrerer Schichten desselben Grundmaterials, meist Polyethylen, hergestellt werden, aber unterschiedliche Eigenschaften aufweisen (Dichte, Schmelztemperatur, Steifigkeit usw.).

 

Ein optimales Verschlusssystem!

Nachdem das Produkt in einer Verpackung mit ausreichend wirksamen Barriereeigenschaften verpackt worden ist, stellt sich die Frage nach der Art des Verschlusses. Aufgrund seiner Dichtheit müssen der Beutel und sein Verschluss den perfekten Schutz des Lebensmittels und eine optimale Geruchsbarriere gewährleisten.

Um ein geruchsintensives Lebensmittel zu verpacken, stehen verschiedene Verschlusssysteme zur Verfügung: Versiegelung, Faltverschluss mit Sticker, einfacher oder mehrspuriger Verschluss mit oder ohne Schieber, wiederverschließbarer Klebeverschluss, Deckel, usw. Jedes Verschlusssystem zeigt einen anderen Wirkungsgrad gegenüber Gerüchen.

Die Bedingungen, unter denen das Produkt letztendlich konsumiert wird, sind ausschlaggebend für die Wahl des richtigen Verschlusses. Wird das Lebensmittel nach dem Öffnen vollständig verzehrt, ist eine einfache Versiegelung ausreichend. Hat das Lebensmittel einen nur schwachen Geruch und wird nicht komplett auf einmal konsumiert (z. B. eine Packung Reis), kann ein Faltverschluss mit Sticker in Betracht gezogen werden. Ist das Lebensmittel hingegen besonders geruchsintensiv, muss zwingend ein geeigneter Verschluss vorgesehen werden: Deckel oder Druckverschluss. Der zu 100 % hermetische Deckel wird für flüssige oder pastöse Produkte und für einige Pulver verwendet. Der einfache oder mehrspurige Druckverschluss mit oder ohne Schieber wird für portionierbare Lebensmittel wie geriebener Käse, Kaffee oder Gewürze empfohlen.

Die Qualität der Verpackung und ihre Dichtheit tragen auch zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung bei. Ein Produkt wird eher weggeworfen, wenn es, obwohl es noch genießbar ist, im Schrank oder Kühlschrank einen Duft verströmt, der zum gegebenen Zeitpunkt nicht gewünscht ist.