Wie erfüllt die Verpackung die Anforderungen der Generationen Y und Z?

Wie erfüllt die Verpackung die Anforderungen der Generationen Y und Z?

Junge Menschen sind mit einer Popkultur rund um Reklame, Fastfood und Fashion aufgewachsen. Ihr Verhältnis zum Konsum ähnelt beinahe einer Sucht, oder zumindest einem starken Besitzverlangen. Konsum geht heute einfacher, schneller, nahtloser. In den sozialen Netzwerken teilen junge Menschen ihre neuesten Errungenschaften in der Hoffnung, noch mehr Likes und Follower zu bekommen. Doch die Generation Y und Z will mehr als nur eine simple Transaktion. Der Kaufprozess muss durch eine neue Erfahrung, durch Neugier und Innovation angetrieben werden. Junge Leute mögen es, zu überraschen und überrascht zu werden: Was gehypt wird, wird gekauft!

Junge, dynamische Menschen auf der Suche nach Innovationen!

Die Generation Y bezeichnet all jene, die im Zeitraum 1980 bis 2000 geboren wurden. Nachhaltig inspiriert von der Netzkultur und neuen Technologien, wuchs sie mit dem Aufkommen des Computers, dem Einzug des Fernsehens in alle Haushalte und dem durchschlagenden Erfolg von Videospielen auf. Auf der Verbraucherseite lassen sich Marken von diesen digitalen Phänomenen inspirieren und bieten Produkte an, die von ihren Lieblingssendungen oder Zeichentrickfiguren abgeleitet sind. Die Marketingstrategie funktioniert perfekt: Kleine Kinder und/oder Teenager verlangen ein Produkt nicht um seiner selbst willen, sondern für das, was es verkörpert.

Diese bestens vernetzte Generation erlebte den Siegeszug des Internets und der Mobiltelefone. Sie ist daher besonders geschickt im Umgang mit digitalen Objekten. Im digitalen Kosmos sucht, findet, erschafft und teilt sie Inhalte. Die Welt des (übermäßigen) Konsums ist ein integraler Bestandteil ihres Lebens.

Doch was diesen Generationen besonders wichtig ist: stimuliert zu werden. Ja, den Generationen Y und Z dürstet es ohne Ende nach Neuheiten, Challenges, Dynamiken. Aus diesem Grund ist ihr Verhältnis zum Konsum nicht das von Käufer und gekauftem Produkt. Ganz im Gegenteil, der Konsument wird in Bezug auf das Produkt sowohl zum Zuschauer als auch zum Handelnden: Er möchte überrascht werden und ist zugleich mit Vergnügen an der Entstehung der Überraschung beteiligt.

Die Generation Z, Nachfolger der Generation Y, ist noch stärker von der Digitalkultur geprägt. Das eigene Image und wie es auf Social Media widergespiegelt wird, spielt eine grundlegende Rolle. Man kauft, was man ist, und ist, was man kauft. Millenials legen großen Wert auf die Meinung von „Influencern“ und wollen sich informieren, bevor sie konsumieren. Die Rolle dieser digitalen Promoter hat einen erheblichen Einfluss auf die Beziehung des jungen Erwachsenen oder Teenagers zum Produkt: Ein Lob reicht aus, um den Verkauf anzukurbeln, negative Propaganda könnte die Marke gefährden …

Daher ist es wichtig, gezielt auf die Erwartungen dieser jungen Generationen einzugehen. Was genau wollen sie konsumieren?

Umweltverantwortung und Interaktion: Schüssel zu einer gelungenen Vermarktungsstrategie!

Um die Erwartungen dieses Kundentyps zu befriedigen, gilt es, bestimmte Anforderungen zu erfüllen. Die Generationen Y und Z interessieren sich mehr für ökologischen Landbau, Umweltschutz, den allmählichen Verzicht auf Plastik oder seine vollständige Wiederverwertbarkeit. Hinzu kommt der Wunsch, Produkte zu erwerben, die sie optisch ansprechen und die potenziell auch anderen gefallen könnten. Die soziale Isolation, die unter anderem durch das Internet entstanden ist, bringt neue Bedürfnisse hervor: einen Bezug zum Produkt zu haben und mit ihm interagieren zu können.

Ethische und umweltverträgliche Marken!

Diese Art von Konsumenten ist auch dazu bereit, einen höheren Preis für ethische und verantwortungsvollere Produkte zu zahlen. Es wird geschätzt, dass 58 % der Festlandchinesen bereit sind, mehr für Marken auszugeben, die in eine ethischere Produktion investieren. Recycling ist dabei auch ein sehr wichtiges Element: Junge Menschen sorgen sich um die Umwelt und versuchen, sich am Erhalt ihres Planeten zu beteiligen. Für sich selbst, aber auch für zukünftige Generationen.

Interaktion!

Und schließlich wollen junge Konsumenten sich von einem Produkt verführen lassen. Zu diesem Zweck entwickeln große Marken äußerst wirksame Interaktionssysteme: die Marke „The Last Wine Company“ hat beispielsweise einen Wein mit Bezug auf das Universum der Erfolgsserie „The Walking Dead“ kreiert. Die Kunden können die Flaschen mit dem Smartphone scannen, um eine einzigartige „Augmented-Reality-Animation“ zu sehen.

Diese jungen Generationen zu begeistern ist nicht leicht: Man muss konstant einen Schritt weiter gehen. Denn so sehr, wie junge Menschen Neuheiten mögen, so schnell werden sie ihrer auch wieder überdrüssig. Das Rennen, um das nächste Überraschungsmoment, wird dann für die Marken zu einem atemlosen Marathon …

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Wie lassen sich mithilfe der Verpackung Impulskäufe anregen?

Kaufen Sie im Laden immer nur das, was sie geplant haben zu kaufen? Wenn das so wäre, würden viele Produkte in den Geschäften liegen bleiben! In Wahrheit finden die sogenannten Impuls- oder Spontankäufe viel häufiger statt als gedacht. Obwohl viele Menschen glauben, dass sie nicht durch Marketing beeinflusst werden können, stellen Impulskäufe einen wichtigen Teil des Konsums dar, vor allem wenn man an die Anzahl der Kunden denkt, die sie täglich tätigen. So ist es heute undenkbar, „einfach“ das Produkt zu verkaufen, das der Kunde kaufen wollte: Stattdessen muss das Produkt hervorstechen, den Betrachter verführen, um ein Bedürfnis zu schaffen, wo ursprünglich keines war. Wie können wir diese Art von Verhalten mithilfe der Verpackung fördern? Antworten finden Sie in diesem Artikel!

1. Was ist ein Impulskauf?

 

Ein Impulskauf ist ein vom Kunden nicht vorgesehener Kauf.

Impulskäufe sind per Definition das Gegenteil von „durchdachten Käufen“. Letztere sind solche, die von den Kunden vor Betreten des Ladens geplant wurden und ein bestimmtes Bedürfnis erfüllen, dessen der Kunde sich bewusst ist. Im Fall Impulskauf wählt der Kunde nicht unbedingt das genaue Produkt im Voraus aus. Die Entscheidung für einen Impulskauf hingegen erfolgt spontan und wurde nicht im Vorfeld geplant. Sie folgt einem bestimmten Auslöser, der oft das Produkt selbst oder einfach ein Aspekt des Kontextes ist, in dem der Kauf getätigt wird.

Marketing- und Psychologiestudien zeigen seit Jahrzehnten, dass es viele Aspekte gibt, die Impulskäufe in einer Verkaufssituation fördern. Ob es das Verhalten eines Verkäufers, eine Rabattaktion, der Status des Produktes, seine Vermarktung, die Atmosphäre oder sogar die Gerüche des Verkaufsortes oder seine Beleuchtung sind: Es gibt reichlich Wege, um ein starkes Verlangen beim Kunden auszulösen. Welchen genauen Einfluss haben in diesem Zusammenhang die Verpackungseigenschaften auf Impulskäufe?

2. Bevor Sie verführen können, müssen Sie auf sich aufmerksam machen!

 

Grenzen Sie sich ab, indem sie einen visuellen Bruch mit den Verpackungen der Konkurrenz erschaffen.

Die erste Regel einer attraktiven Verpackung ist, gesehen zu werden, aber vor allem, im Verhältnis zu anderen Produkten im Regal wahrgenommen zu werden. In einer Zeit, in der die Kunden für jede Art von Produkt eine große Auswahl haben, muss man sich von der Masse abheben können. Für diesen Zweck gilt die Devise: Erzeugen Sie einen visuellen Bruch. Die Verpackung muss sich von den anderen abheben, sie muss anders sein. Aber übertreiben Sie es nicht. Man gerät leicht in die Falle, zu „originell“ sein zu wollen und entwirft eine Verpackung, die im völligen Gegensatz zu der Aussage des verkauften Produkts steht. Ein guter Ansatz könnte sein, ein Merkmal zu übertreiben, das üblicherweise bei Verpackungen des jeweiligen Produkttyps zum Einsatz kommt. Wenn das Produkt beispielsweise eine Packung Chili-Chips ist, warum dann nicht die Tüte komplett rot färben, anstatt nur einige Stellen der Verpackung?

 

 

3. Ein wirksames Instrument zur Impulskaufförderung: Emotionen!

 

Emotionen lösen Impulsentscheidungen aus und schwächen rationale Kaufaspekte.

Um einen Impulskauf anzuregen, müssen Sie vor allem eine Emotion auslösen. Impulskäufe werden nicht umsonst auch als „Affektkäufe“ bezeichnet. Die Verpackung muss also darauf abzielen, beim Kunden, der das Produkt ansieht, eine Emotion zu erzeugen. Das Ganze funktioniert im Allgemeinen dann am besten, wenn die Emotion positiv ist, da unser Gehirn von Natur aus von positiven Reizen, die es in der Umgebung wahrnimmt, angezogen wird. Die klassischsten Beispiele sind Verpackungen, die auf Humor oder Glücksgefühle setzen: eine originelle oder spielerische Form, eine leuchtende oder mit Wohlbefinden assoziierte Farbe, eine humorvolle Botschaft oder ein Slogan usw. Es ist jedoch durchaus möglich, emotionale Hebel mit einer neutraleren Wertigkeit, wie z. B. Überraschung, einzusetzen, um einen Blickfang zu schaffen. In der Tat neigen wir auch dazu, länger auf Elemente in unserer visuellen Umgebung zu schauen, die uns überraschen.

4. Bringen Sie das zugrunde liegende Konzept des Produkts durch die Verpackung zum Ausdruck!

 

Die Anpassung des Designs an das Verkaufsargument des Produkts stellt sicher, dass die Verpackung effektiv ist.

Dies ist vielleicht der wichtigste Punkt, den man sich merken sollte: Auch wenn es das Ziel einer Verpackung ist, Emotionen zu erzeugen, muss sie in erster Linie in der Lage sein, das Hauptverkaufsargument des Produkts widerzuspiegeln. Es ist schwierig, allgemeine Regeln für die Förderung von Impulskäufen aufzustellen, da alles vom Produkt und den Vorstellungen abhängt, die es für gewöhnlich beim Verbraucher hervorruft. Bevor wir also versuchen, Emotionen zu wecken, müssen wir verstehen, welche Vorstellungen und Assoziationen das Produkt hervorruft. Bei einer Packung Pfefferminzbonbons zum Beispiel ist das zugrundeliegende Konzept die Frische, die durch die Minze im Mund entsteht. Es ist diese Frische, die beim Verzehr des Produktes positive Gefühle im Kunden hervorruft. Daher muss die Verpackung die Vorstellung von Frische widerspiegeln, durch weiße Farbe, Meeres- oder Polarbilder oder eine seidige Textur. Wenn die Verpackung gut durchdacht ist, wird das Konzept beim Kunden implizit hervorgerufen, wenn er sie sieht, wird er folglich die gewünschte Emotion spüren.

Die Verpackung ist zweifelsohne ein wichtiges Instrument für Impulskäufe. Es gibt zwei Regeln, die Sie sich merken sollten: Versuchen Sie, über die Verpackung eine positive Emotion hervorzurufen und passen Sie ihr Design so gut wie möglich an die kollektive Wahrnehmung an, die mit diesem Produkt verbunden ist. Ohne diese zweite Regel laufen Sie Gefahr, Ihr Ziel zu verfehlen und eine völlig unpassende Verpackung zu entwerfen, die beim Verbraucher nicht gut ankommt! 

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Wie steigt man von manuellen auf (halb-) automatische Verpackungstechniken um?

Herstellungs- und Verpackungstechniken entwickeln sich fortlaufend weiter. Der menschliche Arbeitsaufwand wird zugunsten einer schnelleren und wirtschaftlicheren Automatisierung von Aufgaben immer weiter reduziert. Der Übergang vom manuellen zum automatischen oder halbautomatischen Verpackungssystem kann jedoch knifflig sein. Der gesamte Fertigungsprozess muss überprüft, Aufgaben müssen neu verteilt und der gesamte Betrieb muss neugedacht werden. 

Welche Vorteile bringt die Automatisierung? 

Bevor man von der manuellen auf die (halb-) automatische Verpackung umsteigt, sollte man sich einige wichtige Fragen stellen. Ist das für mein Unternehmen rentabel? Wie groß muss meine Produktion werden, damit ich diesen Wechsel in Betracht ziehen kann? Natürlich sollte man sich diese Fragen stellen, bevor man in eine neue Ausrüstung investiert. Die Automatisierung bietet kleinen, mittleren und großen Unternehmen verschiedene Vorteile: 

  • Wirtschaftlicher Nutzen: Dieser Übergang führt unbestreitbar zu einer echten Einsparung an Arbeitskraft. Dadurch wird die Produktivität erhöht und der wirtschaftliche Gewinn vergrößert. 
  • Ergonomischer Nutzen: Für die Mitarbeiter wird auch die Arbeitsbelastung verringert. Sich wiederholende und anstrengende Aufgaben werden nun Maschinen anvertraut, die große Mengen produzieren können, ohne zu ermüden. 
  • Qualitativer Nutzen: Die Produktion ist rentabler, weniger ermüdend für die Mitarbeiter und definitiv qualitativer. Das Produkt kann leicht zurückverfolgt werden, die Hygiene wird gewährleistet und die Verpackung wird millimetergenau angepasst. 

Die Automatisierung ist also in vielerlei Hinsicht vorteilhaft für ein Unternehmen, trotz der mitunter hohen Anschaffungskosten. Für die Mehrheit der Unternehmen bleibt es jedoch eine strategische und profitable Wahl. Bleibt nur noch die Frage, wie der Automatisierungsprozess umgesetzt wird … 

Wie läuft der Automatisierungsprozess ab? 

Um einen erfolgreichen Automatisierungsprozess umzusetzen, müssen mehrere Elemente berücksichtigt werden. Zunächst ist es notwendig, sich das zu verpackende Produkt genau anzuschauen: Je nachdem, ob es flüssig, fest, kalt oder heiß ist, muss das passende Verpackungsverfahren gefunden und gewählt werden. So wird beispielsweise ein tiefgekühltes Lebensmittel einer besonderen Verarbeitung unterzogen: Die Verpackung muss bei niedriger Temperatur versiegelt werden, damit sich die Schweißschienen nicht erwärmen und das betreffende Produkt auftaut. 

Als nächstes müssen die Produktions- und Verpackungsgeschwindigkeit, sowie das Volumen der Verpackung festgelegt werden. So können Sie die Produktionsrate kontrollieren und haben eine Vorstellung von der Menge der Produkte, die Sie täglich, wöchentlich, halbjährlich usw. verpacken können. 

Die Art der Dosierung ist ebenfalls ein entscheidendes Element: Soll es nach Gewicht, nach Anzahl, nach Volumen gehen? Dies hängt ganz von dem zu verpackenden Produkt ab. Im Falle eines Pulvers muss man sich zwischen der volumetrischen oder der Gewichtsmethode entscheiden: Die erste ist schneller, die zweite (die in zwei Stufen erfolgt) ist genauer.  

Schließlich gilt es noch, die Investitionskapazitäten Ihres Unternehmens und die technischen Fähigkeiten Ihrer Teams zu bestimmen. Besitzen sie das nötige Wissen zur Wartung der automatischen oder halbautomatischen Verpackungsmaschinen? Wenn nicht, ist eine sorgfältige Schulung erforderlich, damit Ihnen sowohl hochwertige Geräte als auch qualifizierte Teams zur Verfügung stehen. 

Die Entscheidung, welche Verpackungsmaterialien verwendet werden sollen, muss letztendlich entsprechend der verfügbaren technischen Ausstattung getroffen werden. Jeder Verpackungsprozess muss perfekt auf das bearbeitete Material abgestimmt sein, um dessen Qualität zu erhöhen. 

Was ist besser: halbautomatische oder automatische Verpackungstechnik?

Wenn Sie mit dem Übergang zur vollautomatischen Verpackung noch zögern, können Sie sich für die halbautomatische Variante entscheiden. Diese erfordert im Gegensatz zur vollständig automatischen Verpackung ein manuelles Befüllen. 

Auch hier müssen Kriterien für die Auswahl definiert werden. Der Bedarf nach einer automatischen oder halbautomatischen Verpackungsmaschine wird durch Ihre Bedürfnisse, die angestrebte Produktionsmenge oder auch die Zerbrechlichkeit des verpackten Produkts bestimmt. Deshalb raten wir Ihnen, das Angebot an Maschinen auf dem Markt genau unter die Lupe zu nehmen und alle Ihre Kriterien im Vorfeld zu definieren. Zusammengefasst sollten Sie also Spezifikationen erstellen und verschiedene Experten konsultieren, die Sie bei Ihrem Kaufprozess unterstützen. 

Diese Investition muss aus allen Blickwinkeln betrachtet und analysiert werden. Die Umstellung auf ein automatisches oder halbautomatisches Verpackungssystem wird Ihren Produktionsablauf auf den Kopf stellen, daher ist es wichtig, diesen Übergang so optimal wie möglich zu gestalten … für Sie, Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter.

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Wie kann die richtige Verpackung das Produktversprechen unterstützen?

Wie kann die richtige Verpackung das Produktversprechen unterstützen?

Produktverpackungen sollen in erster Linie funktional sein. Sie schützen das Produkt während des Transports und der Handhabung und informieren den Verbraucher über den Inhalt. Die Verpackung erfüllt aber auch eine Marketingfunktion. Sie ist sogar aktiv daran beteiligt, das Produktversprechen hervorzuheben und zur Geltung zu bringen. Von dezenten Hinweisen bis hin zu einfallsreichen Konzepten gibt es viele Möglichkeiten, diesen Aspekt bei der Verpackungsgestaltung zu berücksichtigen. Wie können wir die Verpackung zu einem echten Vermittler des Produktversprechens machen?

 

Über die Verpackung eine starke Identität schaffen!

Je stärker die Produktidentität, desto mehr unterstreicht die Verpackung den einzigartigen und speziellen Charakter des Produkts.

Einige Produkte sind ganz besonders im kollektiven Bewusstsein verhaftet und mitunter schon nahezu legendär. Beispiele dafür: Coca-Cola-Flasche, Nutellaglas, … .

Der gemeinsame Nenner all dieser Produkte? Ihre Verpackungen sind unter tausend anderen sofort wiedererkennbar. Sie springen den Verbrauchern beim Einkaufen ins Auge und wecken Interesse. In einem Verkaufskontext, in dem Käufe meist spontan erfolgen (und dieser Trend nimmt laut einer POPAI-Käuferstudie, der „Shopper Engagement Study“ von 2012, über die Jahre zu) ist dieser Aspekt also ein echter Vorteil für die Steigerung des Umsatzes. Dieses Phänomen spiegelt sich auch bei der Aussprache des Markennamens wider: Die mentale Repräsentation des Produkts kommt sofort in den Sinn. Alle diese Produkte haben ihre eigene Identität, die sie von anderen Produkten abhebt. Wenn wir die Coca-Cola-Flasche als Beispiel nehmen, ist die rote Farbe ein starkes Merkmal der Marke, da sie sehr untypisch für den Getränkesektor ist. Originalität ist jedoch nicht das einzige Kriterium, um über das Produkt eine starke Identität zu schaffen. Ein weiteres ist die Wiederkehr und Beständigkeit der Identitätselemente. Wenn wir unser Beispiel erneut aufgreifen, stellen wir fest, dass sich das Flaschendesign in den letzten Jahrzehnten kaum verändert hat! Die Langlebigkeit des Verpackungsdesigns spielt also auch bei dieser Strategie eine Rolle.

 

Einen Zusammenhang zwischen Produktversprechen und Verpackung herstellen!

Die Verpackung ist eine Art non-verbale Sprache: Sie vermittelt das Produktversprechen ohne Einsatz von Wörtern.

Der zweite Faktor in der Marketingwirkung von Verpackungen ist ihre Übereinstimmung mit dem Produktversprechen. Grundsätzlich soll die Verpackung das Produkt so gut wie möglich schützen, insbesondere durch die Einhaltung bestimmter Gesundheits- und/oder Sicherheitsstandards, wenn diese vorgeschrieben werden. Daneben wird die Verpackung dazu genutzt, das Produkt zur Schau zu stellen, aber nicht immer wird auch das Produktversprechen hervorgehoben, das etwas anderes ist.

Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, von ganz simplen bis hin zuäußerst originellen. So spielt unter anderem die Farbe typischerweise eine wichtige Rolle, um das Produktversprechen zu untermauern. Als bestes Beispiel dienen Wasserflaschen: Alle haben eine blaue, grüne und/oder durchsichtige Farbe und erinnern so an die zwei grundlegenden Produktversprechen von Wasser – seine erfrischende Wirkung und seine „Reinheit“. Ein Experiment des Marketingpsychologen Nicolas Guéguen hat zudem belegt, dass Getränke aus grünen oder blauen Gläsern als erfrischender wahrgenommen werden, was den Einfluss der Verpackung auf die Bewertung eines Produkts verdeutlicht.

 

Produktwirksamkeit durch die Verpackung demonstrieren!

Mit der richtigen Herangehensweise kann eine Verpackung das Produktversprechen auf wirkungsvolle Weise verdeutlichen.

Andere Marken gehen noch viel weiter und beweisen mithilfe der Verpackung die Wirksamkeit ihrer Produkte. Ein Beispiel dafür liefert Nike mit dem im Jahr 2014 vorgestellten Schuhmodell „Nike Free 5.0“. Das Produkt will vor allem durch seine ultraflexible Sohle überzeugen, die sich so weit wie möglich an die Schritte der Sportler anpasst. Also hat die Marke nicht gezögert, ihre Schuhe in zu kleinen Kartons zu verpacken! Die Schuhe waren daher nach dem Öffnen verbogen, aber nahmen trotz langer Lagerung in ihrer engen Verpackung ihre ursprüngliche Form wieder an. Ob bei der Anprobe im Geschäft oder beim Auspacken zu Hause, diese Vorführung begeistert sofort. Und als nicht zu vernachlässigenden Bonus hat die Marke damit auch einen umweltrelevanten Anreiz geschaffen: Durch die Verkleinerung der Schuhschachteln konnte nämlich eine erhebliche Menge an Pappe im Herstellungsprozess eingespart werden.

Über die Verpackung kann das Produktversprechen auf vielfältige Weise gefördert werden, ob nun explizit oder implizit für den Verbraucher. Verschiedene empirische Studien aus dem Forschungsbereich der Marketingpsychologie scheinen das zu bestätigen: Verbesserungen am Verpackungsdesign, die zu einer stärkeren Vermittlung des Produktversprechens beitragen, haben reale Auswirkungen auf das Kaufverhalten. Die Verpackung sollte im Sinne eines ethischen Marketings jedoch immer das Versprechen widerspiegeln, das das Produkt auch halten kann.

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Die Geschichte des Kunststoffs

Die Geschichte des Kunststoffs

Kunststoff ist ein wiederverwertbares Material, das in der Produktion wegen seiner Strapazierfähigkeit, Haltbarkeit, niedrigen Kosten und seines geringen Gewichts häufig zum Einsatz kommt. Dank seiner zahlreichen Funktionen gehört Kunststoff heutzutage zu den gängigsten Verarbeitungsmaterialien. Doch seit wann ist da so?

Vom Einsatz natürlicher, elastischer Materialien bis zum ersten Polymer umspannt die Geschichte des Kunststoffs mehrere Jahrhunderte. Erfahren Sie mehr über seine Ursprünge und die klugen Köpfe, die ihn entwickelt haben.

 

Was ist Kunststoff?

Bevor wir auf die Ursprünge des Kunststoffs zurückkommen, wollen wir uns die Definition dieses weit verbreiteten Materials ansehen. Kunststoff bzw. Plastik geht auf den lateinischen Begriff plasticus zurück, der wiederum vom altgriechischen plastikós („zum Formen, Gestalten gehörig“) stammt. Heute bezeichnet das Wort ein Polymer, also eine Anordnung von mehreren Molekülen, die einen vollsynthetischen Stoff bilden.

Je nach Art dieser Molekülverbindungen lassen sich verschiedene Kunststofftypen unterscheiden, von denen einige wiederverwertbar sind: Polyethylen (das gebräuchlichste, oft für Verpackungen verwendet), Polyvinylchlorid (bekannt als PVC) oder Polypropylen (aus dem viele Lebensmittelbehälter hergestellt werden), um nur einige zu nennen.

Man findet jedoch einige der kunststofftypischen Eigenschaften auch in Materialien natürlichen Ursprungs, deren Verwendung viel weiter zurückreicht!

 

Der Ursprung der Kunststoffe: Natürliche Materialien mit elastischen Eigenschaften!

Während die ersten synthetischen Kunststoffe in der Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden wurden, reicht die Verwendung natürlicher Materialien mit elastischen Eigenschaften wesentlich weiter zurück.

So wurde Latex bereits 1600 v. u. Z. in Südamerika verwendet. Aus diesem formbaren Saft des Castilla-elastica-Baumes wurden durch ein Verfahren der Wasserabscheidung und Verfestigung Kugeln oder Figuren hergestellt.

Dieser vor allem von den Azteken genutzte Naturkautschuk wurde im 15. Jahrhundert auch von den amerikanischen Siedlern entdeckt und zur Herstellung von Flaschen, Stiefeln und anderen Alltagsgegenständen verwendet. Aufgrund seiner Stärke und Haltbarkeit wurde er gern genommen, um die Nachteile von traditionellen Materialien wie Holz und Metall – z. B. Zerbrechlichkeit und hohes Gewicht – auszugleichen.

Doch erst einige Jahrhunderte später sind die Anfänge des Kunststoffs, wie wir ihn heute kennen, nach mehreren Jahrzehnten der Kautschukverarbeitung ersichtlich.

 

Die Geburtsstunde des Kunststoffs: „Parkesine“ oder Zelluloid?

 In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde eine Reihe von Innovationen entwickelt, die den Kunststoff zum Leben erweckten.

Das häufig verwendete Elfenbein wurde immer seltener und teurer, musste also durch ein kostengünstigeres Material ersetzt werden. Im Jahr 1856 wurde der erste Kunststoff auf Basis von Salpetersäure, Ethanol und Zellulose im Labor des britischen Chemikers Alexander Parkes hergestellt. Das neuartige Material wurde Parkesine genannt und entspricht dem heutigen Zelluloid.

Diese erste Erfindung, die es ermöglichte, natürliche Ressourcen zu schonen, wurde anschließend von den Gebrüdern Hyatt in Anspruch genommen. Die amerikanischen Wissenschaftler suchten nach einem geeigneten Ersatzmaterial für Elfenbein bei der Herstellung von Billardkugeln. Vor Gericht wurde jedoch Parkes zum tatsächlichen Erfinder erklärt.

 

Von der Entdeckung bis zur industriellen Produktion von PVC!

Wenige Jahre nach dem Erscheinen von Parkesine wurde das Verfahren weiterentwickelt und mündete in der Erfindung von Galalith, einem Kunststoff aus Kasein, dessen Herstellungsverfahren Anfang des 20. Jahrhunderts verbessert wurde.

Zur gleichen Zeit wurde Polyvinylchlorid (bekannt als PVC) zufällig 1835 von dem Franzosen Henri Victor Regnault und 1872 von dem Deutschen Eugen Baumann entdeckt. Das Polymer erschien in verfestigter Form in Vinylchloridflaschen, die der Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren. Das Verfahren wurde jedoch erst einige Jahrzehnte später reproduziert; die industrielle Produktion begann in den 1930er Jahren, vor allem durch das Unternehmen Union Carbide im Jahr 1933.

 

Bakelit läutet das Zeitalter der Kunststoffproduktion ein!

 Nach der Entdeckung von PVC erschien im Jahr 1907 das Bakelit auf der Bildfläche. Es wurde nach seinem Erfinder, dem belgischen Chemiker Leo Hendrik Baekland, benannt. Hergestellt auf Grundlage von Formaldehyd und Phenol (erdölbasierte Verbindungen) gilt es als erster „richtiger“ Kunststoff und ist zu 100 % synthetisch.

Diese geniale Erfindung wurde zum ersten Kunststoff, der in großem Maßstab produziert wurde, obwohl die Massenvermarktung dieses revolutionären Materials erst nach dem Krieg erfolgen sollte.

Auch das von der deutschen I.G. Farben produzierte Polystyrol und das von Carothers’ Forscherteam entwickelte Nylon würden sich bald als die prominentesten Kunststoffe der Industrieszene durchsetzen.

Obwohl seither viele synthetische Kunststoffe auf den Markt gekommen sind, geht der Trend mit der Erfindung biologisch abbaubarer und kompostierbarer Kunststoffe auf Pflanzenbasis zurück zur Natur.

Welche Art von Verpackung sorgt am besten dafür, dass ein Produkt nach dem Öffnen frisch bleibt?

Welche Art von Verpackung sorgt am besten dafür, dass ein Produkt nach dem Öffnen frisch bleibt?

Lebensmittelverschwendung vermeiden und alle Nährwert- und Geschmacksqualitäten des gekauften Produkts beibehalten: Genau das wünschen sich die Verbraucher. Damit der Geschmack nicht nachlässt und das Lebensmittel seine Frische behält, ist eine perfekt an ihren Zweck angepasste Verpackung notwendig. Kommt ein Produkt mit der Umgebungsluft in Berührung, kann sich das auf seine Frische auswirken. Die Verpackung muss daher als undurchdringbare, luftdichte Barriere fungieren. Aus diesem Grund wollen wir einen genaueren Blick auf unser Sortiment werfen und herausfinden, welche Verpackungsart Ihren Anforderungen am besten erfüllt.

 

Ein Verpackungsmaterial für die einwandfreie Konservierung!

Je frischer ein Produkt ist, umso höher ist sein Energiegehalt und umso besser sind sein Geschmack und Nährwert. Deshalb muss die Verpackung, in der es sich befindet, wie ein Schutzschild gegen störende Einflüsse von außen wirken. Licht, Wärme und Umgebungsluft beeinträchtigen die Qualität des Produkts und verringern seine Frische. Bei Flexico stellen wir Kunststoffbeutel für alle Arten von Produkten und Lebensmitteln her. Dabei sind bestimmte Lösungen besonders gut für Frischwaren geeignet.

Sie finden in unserem Sortiment Monomaterial-Beutel und mehrschichtige Verpackungen. Unter den mehrschichtigen Verpackungen sind Sensogrip und Zipgrip eine gute Wahl, um Ihre Lebensmittel frisch zu halten. Hergestellt aus einer Mischung n mehreren Materialien wie PET und PE fungieren sie als ideale Sauerstoffbarriere. Zudem ermöglicht ihr simples und praktisches Verschlusssystem eine einfache Entnahme des gewünschten Produkts oder Lebensmittels. Diese Beutel sind sehr leistungsfähig, aber nicht einfach zu recyclen. Als verantwortungsvoller Hersteller arbeiten wir jedoch täglich daran, diesen Aspekt zu verbessern.

Die Verbraucher zögern immer mehr damit, Produkte wegzuwerfen, nur weil sie nicht mehr ganz wie frisch gekauft aussehen. Das liegt einerseits an den steigenden Lebenshaltungskosten und andererseits daran, dass man auf keinen Fall etwas wegwerfen möchte, das noch genießbar ist.

Wenn man ein Produkt frisch halten möchte, müssen sich die täglich genutzten Verpackungen leicht öffnen und schließen lassen. Flexico stellt verschiedene Verschlusssysteme her, immer mit dem Ziel, ein innovatives und umweltfreundliches Sortiment anzubieten.

 

Ein garantiert luftdichtes Verschlusssystem!

Sobald Sie sich für das passende Material bzw. die passenden Materialien entschieden haben, ist es Zeit, sich mit dem verwendeten Verschlusssystem zu befassen. Bei der Entwicklung seines Verschlusssortiments legt Flexico großen Wert darauf, dass die verschiedenen Erwartungen der Verbraucher erfüllt werden. Das Verschlusssystem ist ein wesentliches Element von Kunststoffbeuteln: Es verhindert schlechte Gerüche, gewährleistet die Frische von Lebensmitteln und bewahrt die Geschmackseigenschaften des Produkts. Unser Unternehmen entwickelt gegenwärtig mehrere Arten von Verschlüssen (Zip-, Schiebe-, Tin-Tie-Verschluss, selbstklebende Klappen, …), doch nicht alle Verschlüsse erfüllen die gleichen Anforderungen.

Um den für Ihre Verpackung geeigneten Verschluss zu finden, müssen Sie Ihre Bedürfnisse und die Ihrer Kunden definieren:

  • Wie wird mein Produkt konsumiert? Frischwaren werden in der Regel schnell verbraucht, können aber auch portioniert werden. Dies bedeutet wiederum, dass der Beutel mehrfach geöffnet und geschlossen wird.
  • Ist meine Verpackung benutzerfreundlich?
  • Wie kann ich die Geschmackseigenschaften meines Produkts am besten bewahren?

Diese Vorüberlegungen sind unverzichtbar, um eine zufriedenstellende Entscheidung zu treffen.

Unsere Verschlüsse Sensogrip und Zipgrip sind optimal dafür geeignet, Produkte frisch zu halten, weil Sie die Einwirkung von Luft und Wasserdampf und folglich die durch den Kontakt mit der Außenwelt verursachten Veränderungen reduzieren.

 

Wann sollten Sie einen Zipgrip- oder Sensogrip-Verschluss wählen?

Der Sensogrip-Beutel hat einen intuitiven Verschluss: Sie müssen die beiden Profile am Beutel nicht ausrichten, um ihn richtig zu schließen! Sein Multitrack-Verschluss ist der am besten hermetisch schließenden Verschluss auf dem Markt und garantiert auch nach mehrmaligem Öffnen einen optimalen Schutz der Lebensmittel. So werden alle Produkteigenschaften geschützt und bewahrt.
Im Fall der Zipgrip-Verpackung weiß der Verbraucher dank „Clicky“-Option, dass der Beutel perfekt verschlossen ist. Wegen seiner haptischen und akustischen Eigenschaften wird dieses Verschlussprofil von Unternehmen bevorzugt, die ihren Kunden den korrekten Verschluss der Beutel garantieren möchten.

Welches Material sollte bei der Pasteurisierung verwendet werden?

Welches Material sollte bei der Pasteurisierung verwendet werden?

Der Verzehr bestimmter roher Lebensmittel wie Eier, Milch und nicht gegarte Zubereitungen auf Basis dieser Zutaten (hausgemachte Mousse au Chocolat, Rohmilchkäse usw.) birgt das Risiko einer Lebensmittelvergiftung. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem, Kindern, Schwangeren und älteren Menschen können Lebensmittelvergiftungen besonders gefährlich werden. Die Pasteurisierung bestimmter Lebensmittel ermöglicht die Gewährleistung ihrer Lebensmittelsicherheit, aber auch die Verlängerung ihrer Haltbarkeit. Aber was ist die Pasteurisierung eigentlich? Welche Lebensmittel werden in der Regel pasteurisiert und welches Verpackungsmaterial sollte verwendet werden?

 

Was ist die Pasteurisierung?

Die von Louis Pasteur im Jahre 1865 entdeckte Pasteurisierung hielt nach und nach Einzug in die Lebensmittelbranche und etablierte sich als eine der meistgenutzten Techniken, um die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verlängern. Weniger radikal als die Sterilisation, die bei über 100 °C stattfindet, besteht die Pasteurisierung aus einer Wärmebehandlung bei einer moderaten Temperatur zwischen 60 °C und 100 °C, gefolgt von einer schnellen Abkühlung. Durch die Pasteurisierung können die geschmacklichen und ernährungsphysiologischen Eigenschaften des Lebensmittels besser bewahrt werden. Mitunter kann ein pasteurisiertes Produkt sogar als frisch angesehen werden (pasteurisierte Frischmilch, Crème fraîche usw.).

Im Gegensatz zur Sterilisation, welche alle Mikroorganismen zerstört, die sich in einem Produkt entwickeln könnten (lange Haltbarkeit bei Raumtemperatur, aber beeinträchtigt Geschmack und Konsistenz des Lebensmittels), zerstört die Pasteurisierung nur einen Teil. Dennoch soll dieses Verfahren bei moderater Temperatur die gesamte krankheitserregende Flora zerstören, die einer Lebensmittelvergiftung zugrunde liegen könnte (Salmonellen, E. coli, Listerien, Staphylococcus aureus usw.), wodurch das Lebensmittel in der Regel sicher verzehrt werden kann. 

Ein pasteurisiertes Lebensmittel muss luftdicht verpackt werden (mit oder ohne Schutzatmosphäre oder vakuumverpackt), um eine Barriere für externe Mikroorganismen zu bilden und vorzugsweise gekühlt werden, um die Entwicklung von verbliebenen Mikroorganismen zu verlangsamen.

 

Welche Lebensmittel werden in der Regel pasteurisiert? 

Milcherzeugnisse wie Frischmilch, Crème fraîche, Käse, Butter, Joghurt und Quark werden häufig pasteurisiert, um eine annehmbare Haltbarkeit zu erzielen. Es gibt jedoch auch Rohmilchprodukte, deren Verzehr das Risiko einer Lebensmittelvergiftung birgt, was insbesondere bei weichem Rohmilchkäse der Fall ist (Camembert, Brie, usw.). Darüber hinaus muss die unbehandelte Rohmilch sehr schnell konsumiert werden, da sich diese nicht länger als drei Tage im Kühlschrank hält. Es wird dringend empfohlen, sie vor dem Verzehr abzukochen oder ausreichend zu erhitzen.

Die Fachleute aus der Lebensmittelindustrie verwenden häufig Eier in Form von pasteurisierten frischen Eiprodukten (Eier ohne Schale, geschlagene Eier und pasteurisierte Eier). Dadurch müssen sie keine gefrorenen Eiprodukte oder Eipulver oder gar rohe Eier (Eier mit Schale) verwenden, die das Risiko von Salmonellen bergen. So werden für die Herstellung der im Handel verkauften Saucen wie Mayonnaise in der Regel pasteurisierte Eier verwendet. Auch Mousse au Chocolat oder Eiscreme enthalten Eier. Im Gegensatz dazu können „hausgemachte“ Mousse au Chocolat und bestimmte handgemachte Eissorten nicht pasteurisierte rohe Eier enthalten.

Es wird davon abgeraten, einen frischen hausgemachten Fruchtsaft mehr als 72 Stunden nach seiner Zubereitung zu trinken. Im Handel vertriebene Fruchtsäfte sind in der Regel pasteurisiert. Im Frischeregal findet man häufig Säfte, die einer sogenannten Flash-Pasteurisierung unterzogen wurden. Diese Art der Pasteurisierung dauert nur einige Sekunden, wodurch ein Großteil der sensorischen und ernährungsphysiologischen Eigenschaften des Produktes bewahrt, werden können. Bei einer längeren Pasteurisierung leidet etwas die Qualität des Fruchtsaftes, dafür kann dieser über einen deutlich längeren Zeitraum bei Raumtemperatur aufbewahrt werden (vor dem Öffnen). Auch Kompotte, Fruchtpürees und Früchte in Sirup werden pasteurisiert. Durch die Pasteurisierung von rehydrierten Trockenfrüchten (sog. „eingeweichte“ Trockenfrüchte wie Pflaumen, Aprikosen, Feigen, Datteln usw.) können diese über mehrere Monate bei Raumtemperatur aufbewahrt und die Verwendung von Konservierungsmitteln vermieden werden.

Zu guter Letzt sind auch die handelsüblichen Biere und Cidres (Apfelschaumweine) in der Regel pasteurisiert, obwohl es auch handgemachte nicht pasteurisierte Versionen gibt. 

 

Ein für die Pasteurisierung des Produkts geeignetes Verpackungsmaterial!

Eine für das Verpacken von Lebensmitteln bestimmte Verpackung muss zunächst lebensmittelecht sein. Wurde das Lebensmittel pasteurisiert, muss sie darüber hinaus luftdicht sein, um jede Kontamination des Lebensmittels durch externe Mikroorgansimen zu vermeiden (außer bei einigen Käsesorten, die atmen müssen). Daher ist insbesondere bei flexiblen Verpackungen auf die Dichtheit der Versiegelungen zu achten, die mit einem Leckagemessgerät geprüft werden kann.  

Wurde das Lebensmittel gerade erst pasteurisiert und ist beim Verpacken noch warm oder erfolgt die Pasteurisierung erst danach, sollte ein Verpackungsmaterial gewählt werden, das während des Prozesses nicht aufweicht. Bei einem Kunststoffbeutel kann davon ausgegangen werden, dass die Hitzebeständigkeit der Verpackung, wenn die Temperatur unter dem Erweichungstemperatur des Kunststoffbeutels bleibt, ausreichend ist. PE als Siegelschicht sollte daher in den meisten Pasteurisierungsfällen ausreichen, wobei PP jedoch mehr Sicherheit bietet, wenn die Temperatur 90 °C übersteigt.

Als äußere Schicht der Verpackung wird häufig eine biaxial orientierte PET- oder PA-Folie verwendet, um dem Beutel Sauerstoffbarriereeigenschaften und Steifigkeit zu verleihen. PA ist insbesondere für das Vakuumverpacken empfohlen.

Ist eine sehr gute Sauerstoffbarriere erforderlich, kann auch eine EVOH-Schicht in die Kunststofffolie eingearbeitet werden. Diese EVOH-Schicht wird häufig zwischen zwei PE-Schichten koextrudiert, um sie vor Feuchtigkeit zu schützen.

So können verschiedene Verbundfolien aus Kunststoff verwendet werden, um pasteurisierte Produkte zu verpacken, beispielsweise Käse oder rehydrierte Trockenfrüchte: PET/PE-, PA/PE-, PET/PE-EVOH-PE-Folien oder eine recycelbare PE/PE-EVOH-PE-Folie.

Die Verwendung eines Verschlusssystems (Zipgrip, Sensogrip usw.) bietet nicht nur Bequemlichkeit, sondern verlängert auch die Haltbarkeit des Lebensmittels nach dem ersten Öffnen des Beutels, da es die Exposition des Lebensmittels gegenüber Mikroorganismen in der Umwelt und gegenüber Sauerstoff einschränkt und gleichzeitig sein Austrocknen verhindert und seine Aromen konserviert.

Folglich wäre die Pasteurisierung ohne eine geeignete Verpackung wirkungslos. Mit einer wiederverschließbaren flexiblen Kunststoffverpackung, die zum Recyclingprozess beiträgt (z. B. ein Beutel bestehend aus einer PE/PE-EVOH-PE-Verbundfolie und einem PE-Verschlusssystem), kann die Lebensmittelverschwendung unter Verwendung einer praktischen, leichten und recycelbaren Primärverpackung eingedämmt werden.

Warum werden so viele Produkte mit Kunststoff verpackt?

Warum werden so viele Produkte mit Kunststoff verpackt?

Kunststoff ist schon seit Jahrzehnten Gegenstand zahlreicher Forschungen, wird aber erst seit den 30er-Jahren industriell hergestellt. Heute wird dieses zum Teil recycelfähige Material in einem Bereich von mehreren hunderttausend Tonnen pro Jahr hergestellt.

Aber warum wird der Kunststoff in der Industrie so massiv eingesetzt? Hygiene, Sicherheit, konservierende Eigenschaften, Beständigkeit… Lassen Sie uns hier die Gründe analysieren, einen nach dem anderen, die dazu führen, dass Kunststoff als Verpackungsmaterial verwendet wird.

 

Kunststoff – Verbündeter der Hygiene und der Konservierung! 

Der in der Lebensmittelindustrie großflächig für die Verpackung verwendete Kunststoff präsentiert sich recht zügig als ein zuverlässiges Material in Sachen Hygiene und Sicherheit. Darüber hinaus ist er nicht nur günstig, sondern weist auch zahlreiche Qualitäten auf, welche die wirksame Konservierung von Lebensmitteln begünstigen. So ist ein gut verpacktes Lebensmittel ein sicher verzehrbares Lebensmittel!

Während des Transports und der Lagerung der Lebensmittel schützt der Kunststoff sowohl vor Lichteinfluss (insbesondere vor UV-Strahlen) als auch vor Bakterien oder Feuchtigkeit. Wussten Sie beispielsweise, dass die Haltbarkeit von Rindfleisch um 5 bis 10 Tage verlängert werden kann? Diese Haltbarkeit kann sogar noch weiter verlängert werden, wenn man sich für eine der modernsten Verpackungslösungen aus Kunststoff entscheidet.  Zu guter Letzt ist seine Leichtigkeit ein wahrer Vorteil für den Transport der Produkte. 

Durch seine extreme Hitze- und Kältebeständigkeit ist Kunststoff der ideale Verbündete für die Umsetzung verschiedener Konservierungstechniken wie die Sterilisation, das Vakuumverpacken oder die Gefriertrocknung (Trocknungsmethode, bei dem das Lebensmittel zunächst gefroren und anschließend vakuumverpackt wird).

Darüber hinaus ist Kunststoff durchsichtig und das Produkt bleibt sichtbar, ohne es öffnen zu müssen, wodurch die Sauberkeit und die Sicherheit der Lebensmittel gewährleistet werden kann. 

Schlussendlich ist Kunststoff ein verlässlicher Partner bei der Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung. Aufgrund seiner herausragenden Eigenschaften als Verpackungsmaterial können die Lebensdauer des Lebensmittels verlängert und der Geschmack und den Nährwerte konserviert werden. Darüber hinaus schützt er die empfindlichsten Produkte wie Obst während des Transports und schränkt folglich die Verluste ein. 

 

Kunststoff – ein extrem, beständiges Material!

Wussten Sie, dass die Helme und Kleidung der Feuerwehr aus Kunststoff hergestellt werden (mit einem für persönliche Schutzausrüstungen geeigneten Kunststoff)? Dies sagt viel aus über die Zuverlässigkeit und Beständigkeit dieses Materials, das zudem auch noch den Vorteil hat, leicht zu sein. Auch für Fachleute, die den Gefahren von Feuer oder Einstürzen ausgesetzt sind, ist Kunststoff ein beliebtes Material mit starker Dämmkraft und großer Robustheit, wodurch Stöße abgedämpft werden können. 

Wussten Sie, dass Kunststoff um 150 °C feuerbeständiger ist als Holz?

Es sind diese Robustheit und diese Beständigkeit gegenüber niedrigen und hohen Temperaturen, die uns im Sinne einer nachhaltigen und sicheren Lösung davon überzeugen, PVC insbesondere für Wasserleitungen zu verwenden.

Diese Anwendungsbeispiele für Kunststoff bei der Herstellung von Objekten, die extremen Bedingungen ausgesetzt sind, beweist uns die Zuverlässigkeit dieses „Barrierematerials“, das seinen Inhalt schützt.

In der Verpackungsindustrie kann die Verbindung verschiedener Kunststoffe an die spezifischen Anforderungen eines jeden Produkts hinsichtlich seiner Verpackung angepasst werden.

So können sich Kunststofffolien aus mehreren Bestandteilen zusammensetzen, die einschichtig oder mehrschichtig verwendet werden, wobei jedes Material eine andere mechanische Festigkeit, Temperaturbeständigkeit oder Dichtheit aufweist.

Darüber hinaus ist es wichtig, ein zuverlässiges Verschlusssystem zu verwenden, welches die Sicherheit und Dichtheit der Verpackung zusätzlich verstärkt. Versiegelung, wiederverschließbarer Klebeverschluss, einfacher oder mehrspuriger Verschluss mit oder ohne Schieber usw.

Und zu guter Letzt können heutzutage bereits viele Kunststoffe recycelt werden, was eine weitere Eigenschaft ist, die dafür spricht, dass wir Kunststoff für die Verpackung von Lebensmitteln, Textilien oder Arzneimitteln verwenden.

Welche Verpackung für welches Produkt: Die drei unumgänglichen Fragen, die es sich zu stellen gilt!

Welche Verpackung für welches Produkt: Die drei unumgänglichen Fragen, die es sich zu stellen gilt!

Die Verpackung spielt eine wichtige Rolle für die Aufbewahrung, den Schutz und den Erhalt eines Produktes. Angesichts der immer strengeren Anforderungen an die Hygiene und Sicherheit, die Verringerung der Umweltauswirkungen oder die Bequemlichkeit (Convenience Food) seitens der Verbraucher zieht die Verpackung genau wie das enthaltene Produkt alle Aufmerksamkeit auf sich.

Welche verschiedenen Verpackungsarten gibt es? Welche Verpackung ist für ein bestimmtes Produkt am besten geeignet? In diesem Artikel nennen wir die drei unumgänglichen Fragen, die es sich zu stellen gilt, wenn man die unterschiedlichen Funktionen der Verpackung verstehen möchte!

 

1) Welche Funktion hat die Verpackung?

Die Verpackung erfüllt die Anforderungen an den Schutz, die Aufmachung und den Transport des Produkts.

Die Verpackung kann aus einem oder mehreren Bestandteilen bestehen und verschiedene Formen annehmen (flexibel, starr usw.). Sie hat mehrere verschiedene Funktionen (Aufmachung, Transport und Schutz) und erfüllt die von dem Produkt, das in ihr enthalten ist, vorgegebenen Anforderungen. Die Lebensmittelverpackung ist besonders sensibel, da die Produkte von Natur aus verderblich sind, und muss in diesem Sinne die maximale Sicherheit der enthaltenen Lebensmittel gewährleisten. Die Lebensmittelverpackung passt sich speziell an die Art des enthaltenen Produktes und an seine Form an und garantiert dadurch einen Schutz gegen mögliche äußere Beschädigungsrisiken.

Es gibt vier große Verpackungsarten: Primärpackmittel, Sekundärpackmittel, Versandverpackungen und Transportverpackungen.

Die Primärverpackung ist in direktem Kontakt mit dem Produkt. Sie beinhaltet das Produkt und schützt es vor äußeren Verunreinigungen. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zu dem Produkt muss die Primärverpackung zwingend den speziellen Anforderungen an den Gesundheitsschutz entsprechen, insbesondere bei Lebensmitteln. Sie ist die erste Schutzbarriere des Produkts.

Die Sekundärverpackung schützt ihrerseits die Primärverpackung. Sie wird verwendet, um eine „Verkaufseinheit“ zu schützen. Die Sekundärverpackung erleichtert die Lieferung und Beförderung der Produkte, sowie das Einräumen der Produkte in die Regale.

Die Sekundärverpackung erfüllt auch eine Informationsrolle gegenüber dem Verbraucher, indem sie ihn über die Merkmale des Produkts, die Herstellungsverfahren und die Herkunft der Bestandteile aufklärt, um somit den immer strengeren Ansprüchen der Verbraucher an die Herstellungsverfahren und Aufmachung der von ihnen erworbenen Produkte zu genügen.

Die Versandverpackung sichert die Ware während des Transports. Sie umfasst mehrere Sekundärverpackungen, die in der Regel auf Transportpaletten gepackt werden.
Durch die Versandverpackung wird die Beförderung eines großen Volumens an Sekundärverpackungen erleichtert und ein gewisses Schutzniveau für die Produkte gewahrt.

Die Transportverpackung ist ausschließlich für den Transport der vorverpackten Produkte bestimmt. Die durch die speziellen Verpackungen geschützten Versandeinheiten werden mithilfe eines wiederverwendbaren Palettensystems transportiert. Mithilfe dieser aus Holz oder aus Kunststoff gefertigten Paletten können große Produktmengen, die auch als Versandeinheiten bezeichnet werden, transportiert, eingelagert und zwischengelagert werden.

 

2) Welche Verpackungsart für welches Produkt?

Um eine geeignete Verpackung auszuwählen, sollten zunächst die Art des Produkts, seine physischen Eigenschaften und seine evtl. Verfallsbedingungen berücksichtigt werden. Erst danach fällt das Interesse auf die Nutzungsbedingungen der Verpackung und ihren Lebenszyklus, um das Design oder die an den besten geeigneten Materialien zu bestimmen.

Wenn die Verpackung dem Produkt dient!

Eine Verpackung besitzt Barriereeigenschaften, die je nach Art des Produkts mehr oder weniger wirksam sind. Beispielsweise erfordert ein festes Produkt nicht dieselbe Dichtheit wie ein flüssiges oder gasförmiges Produkt. Beispiele aus einem anderen Bereich sind, dass ein wertvolles Produkt in einer undurchsichtigen Verpackung vor neugierigen Blicken geschützt wird und ein stoßempfindliches Produkt, beispielsweise aus Glas, eine Verpackung benötigt, die das Bruchrisiko einschränkt.

In Bezug auf die physischen Eigenschaften ist die Verpackung in Abhängigkeit des Gewichts des Produkts und der pro Verkaufseinheit vorgesehenen Menge zu bestimmen, um eine ausreichende Belastbarkeit zu gewährleisten. Bei einem scharfkantigen oder spitzen Produkt muss die Verpackung ausreichend dick sein, um den Bewegungen des Produkts standzuhalten.

In Sachen Verfall dient die Verpackung schließlich dazu, die Lebensdauer des Produkts zu verlängern. Wenn das Produkt beispielsweise empfindlich auf UV-Strahlen reagiert, die seine Alterung beschleunigen, oder wenn es dazu neigt sich statisch aufzuladen, dann trägt die Verpackung dazu bei, die schädigenden Auswirkungen einzudämmen, beispielsweise durch die Verwendung eines UV- oder eines Antistatikfilters.

Wenn die Verpackung dem Verbraucher dient!

Darüber hinaus dient die Verpackung auch dem Verbraucher, der sowohl Hersteller, Verkäufer oder Konsument sein kann.

In Bezug auf die Beförderung und die Lagerung erleichtert die Verpackung das Handling des Produkts, die Stapelung und die Lagerung im Innen- oder Außenbereich über kurze oder längere Zeiträume. Sie kann das Einräumen in die Regale erleichtern, wenn ihre Eigenschaften so ausgelegt sind, dass sie die Nachbeschaffung erleichtern, oder wenn sie so definiert ist, dass sie sich perfekt an die Aufsteller anpasst. Dies ist beispielsweise bei einer Verpackung mit einem integrierten Haken der Fall, an dem das Produkt aufgehängt werden kann.

Darüber hinaus dient die Verpackung dazu, Menschen vor Gefahrenstoffen zu schützen. Dies ist beispielsweise bei einem Produkt der Fall, das bei Inhalation oder Berührung toxisch wirkt. Die Verpackung erfüllt folglich eine Schutzfunktion für die Menschen, die mit dem Produkt Umgang haben.

Schließlich steht die Verpackung auch im Dienst des Verbrauchers, wenn es um die Anforderungen an die Recyclingfähigkeit und den Umweltschutz geht.

 

3) Welche Verpackung verwenden, um mein Produkt in Szene zu setzen?

Die Verpackung soll das Produkt jedoch nicht nur schützen, sondern auch aufwerten. Sie hebt einige wichtige Eigenschaften des Produkts hervor, um den Kauf anzuregen. Sie ist wesentlicher Bestandteil der Kommunikationsstrategie des Unternehmens und trägt unmittelbar zur Differenzierung und zur Identifikation der Marke durch die Verbraucher bei. Sie kann sich sogar zu einem kommerziellen Vorteil entwickeln, wenn sie neben dem Schutz des Produktes noch eine weitere Funktion erfüllt.

Wenn die Verpackung der Marke dient!

Kommunikation: Die auf der Verpackung abgedruckten Texte stellen das Produkt vor, helfen bei der Identifikation der Marke und beinhalten die Botschaften, die zum Kauf anregen können, indem sie die einzigartigen Merkmale des Produkts hervorheben.

Attraktivität: Die Farben und die Textur der Verpackung tragen zur Inszenierung des Produktes bei, indem sie optische oder haptische Attraktivität schaffen. Dies ist beispielsweise bei einer Verpackung mit „satinierter“ Oberfläche der Fall, die dem Verbraucher bei Berührung ein angenehmes Gefühl verleiht und ihn schließlich zum Kauf verleitet.
Die Form der Verpackung dient ebenfalls der optischen Attraktivitätssteigerung und verbessert die Präsentation eines Produkts im Regal, wie es beispielsweise bei einem Kunststoffbeutel mit Pappboden der Fall ist, der in aufrechter Position in die Lagerregale gestellt werden kann.

Verkaufsargument: Die Verpackung entwickelt sich zu einem Geschäftsvorteil, wenn sie eine weitere Funktion erfüllt, die vom Verbraucher als zusätzliches Verkaufsargument interpretiert wird. Dies ist beispielsweise bei Kosmetikartikeln im „Reiseformat“ der Fall, die in einem wiederverschließbaren durchsichtigen Kunststoffbeutel verkauft werden. Neben dem Schutz der Produkte erleichtert die Verpackung die Sicherheitskontrolle am Flughafen. Neben dem wirksamen Schutz des Produktes spielt die Verpackung folglich auch bei der Aufmachung des Produktes eine wichtige Rolle.

Welche Verpackung ist am besten geeignet, um die Ausbreitung von Gerüchen zu vermeiden?

Welche Verpackung ist am besten geeignet, um die Ausbreitung von Gerüchen zu vermeiden?

Auch wenn der Geruch eines Produkts mitunter Wohlgefallen hervorrufen kann (Blumen, Parfums, Schokolade usw.), so gibt es doch auch Produkte, deren Geruch einigen Menschen missfallen könnte. In einem Schrank oder einem Kühlschrank kann die gemeinsame Aufbewahrung von Produkten zu einem Mix an Gerüchen oder sogar zur Kontamination eines Lebensmittels durch den Geruch eines anderen Lebensmittels führen. So ist die Wahl einer geeigneten Verpackung mit guten Barriereeigenschaften wichtig, um dafür zu sorgen, dass der Geruch bei seinem entsprechenden Lebensmittel bleibt und nicht in die Luft ausströmt oder sogar auf benachbarte Produkte abfärbt.

 

Auswahl des geeigneten Verpackungsmaterials!

Wie schützt man sich vor der sensorischen Belastung eines geruchsintensiven Lebensmittels wie Käse, Fisch, Tiernahrung oder Gewürze?

Unter den für die Primärverpackung verwendeten Kunststofffolien gibt es eine große Vielfalt an Materialien, die einschichtig oder als koextrudierte oder kaschierte Verbundfolien verwendet werden. Jedes Material hat seine ganz eigenen Eigenschaften was die mechanische Festigkeit, die Dichtigkeit gegenüber Gasen oder Wasserdampf, die Schweißbarkeit oder die Hitze- und Kältebeständigkeit betrifft.

In Bezug auf die Riechstoffe ist die gesuchte Eigenschaft die Gasbarriere, welche die für die Ausbreitung von Gerüchen verantwortlichen flüchtigen Verbindungen trägt.

 

Welche Folie für welche Barriereeigenschaften?

Die wirksamste Barriere kommt durch Aluminiumfolie zustande. Gängige Beispiele dafür sind Verbundfolien aus PET/Alu/PE oder Papier/Alu/PE. Sie konservieren die Aromen und garantieren eine ausgezeichnete Barriere gegen Sauerstoff, Feuchtigkeit und UV-Strahlen.

Danach kommen die metallisierten Folien (metallisiertes PET/PE…) und die PE/EVOH/PE-Folien, die gute Gasbarriereeigenschaften besitzen und sogar das luftdichte Verpacken ermöglichen.

Eine Kunststofffolie aus PET/PE ist weniger leistungsfähig, bildet aber dennoch eine wirksame Barriere gegenüber Sauerstoff und Feuchtigkeit bei weniger anspruchsvollen Anwendungen.

Abschließend verfügen die Monofolien aus PE oder PP über eine zufriedenstellende Wasserdampfbarriere, aber eine geringe Sauerstoffbarriere.

Die aus Verbundfolien hergestellten Beutel sind nach aktuellem Stand der Technik leider nur sehr schwierig zu recyceln. Es gibt bereits vielversprechende Forschungen mit chemischen Verfahren, die das Material auflösen sollen, aber diese Techniken sind noch nicht für die industrielle Anwendung geeignet.

Der Fokus liegt vorwiegend auf Folien, die aus nur einem Material hergestellt werden, oder auf Verbundfolien, die durch die Verbindung mehrerer Schichten desselben Grundmaterials, meist Polyethylen, hergestellt werden, aber unterschiedliche Eigenschaften aufweisen (Dichte, Schmelztemperatur, Steifigkeit usw.).

 

Ein optimales Verschlusssystem!

Nachdem das Produkt in einer Verpackung mit ausreichend wirksamen Barriereeigenschaften verpackt worden ist, stellt sich die Frage nach der Art des Verschlusses. Aufgrund seiner Dichtheit müssen der Beutel und sein Verschluss den perfekten Schutz des Lebensmittels und eine optimale Geruchsbarriere gewährleisten.

Um ein geruchsintensives Lebensmittel zu verpacken, stehen verschiedene Verschlusssysteme zur Verfügung: Versiegelung, Faltverschluss mit Sticker, einfacher oder mehrspuriger Verschluss mit oder ohne Schieber, wiederverschließbarer Klebeverschluss, Deckel, usw. Jedes Verschlusssystem zeigt einen anderen Wirkungsgrad gegenüber Gerüchen.

Die Bedingungen, unter denen das Produkt letztendlich konsumiert wird, sind ausschlaggebend für die Wahl des richtigen Verschlusses. Wird das Lebensmittel nach dem Öffnen vollständig verzehrt, ist eine einfache Versiegelung ausreichend. Hat das Lebensmittel einen nur schwachen Geruch und wird nicht komplett auf einmal konsumiert (z. B. eine Packung Reis), kann ein Faltverschluss mit Sticker in Betracht gezogen werden. Ist das Lebensmittel hingegen besonders geruchsintensiv, muss zwingend ein geeigneter Verschluss vorgesehen werden: Deckel oder Druckverschluss. Der zu 100 % hermetische Deckel wird für flüssige oder pastöse Produkte und für einige Pulver verwendet. Der einfache oder mehrspurige Druckverschluss mit oder ohne Schieber wird für portionierbare Lebensmittel wie geriebener Käse, Kaffee oder Gewürze empfohlen.

Die Qualität der Verpackung und ihre Dichtheit tragen auch zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung bei. Ein Produkt wird eher weggeworfen, wenn es, obwohl es noch genießbar ist, im Schrank oder Kühlschrank einen Duft verströmt, der zum gegebenen Zeitpunkt nicht gewünscht ist.